Gedanken zum Thema von Norbert Feger
Jede Kultur hat ihre Maler.
Jede Generation malt ihr Gesicht.
Jede Zeit formt ihre Gesichter.
Sie gelten uns schon immer als eine Art Manifestation der Geistesverfassung der jeweiligen Zeit. So werden Bildnisse zu Zeitgesichter, zu Botschafter unseres heutigen denkens. Für die Diagnose ihrer Seelenzustände braucht es das Gespräch, den Austausch, den Dialog mit den Geschehnissen ihrer Zeit. Daher entstehen auch keine Abbildungen, sondern Bildnisse voller persönlicher Ansichten.
Wir alle wissen: Eine Tatsache ist längst nicht Realität und die Realität ist von der Wirklichkeit oft weit entfernt. In diesem Spannungsfeld bewegt sich die Aufgabe eines jeden Künstlers, immer wieder auf's Neue, weltweit und zu jeder Zeit.
Wo auch immer künstlerische Aufgaben sich stellen, bleibt noch stets das Fragen die beste Möglichkeit, etwas zu erfahren.
Die Arbeiten über Nelson Mandela, über Jane Goodall, über Rigoberta Menchú, über Monika Hauser, über Michail Gorbatschow, über Václav Havel und vielen anderen stammen aud der großen Bildnisserie
» GLOBAL PLAYER «
Unter allen diesen bekannten und unbekannten Persönlichkeiten aus den verschiedensten Ländern, herrscht eine stille Vereinbarung. Es sind alles Utopisten, die das Unmögliche wagen, um das Bestmögliche zu erreichen... Ihr gemeinsamer Nenner ist - dem Menschlichen Geltung zu verschaffen. Nicht weniger möchte ich mit der Ausstellung » GLOBAL PLAYER « versuchen, natürlich wie immer - fragend:
Warum macht meine Generation keine Bildnisse mehr?
Sind uns die Zeitgesichter ausgegangen?
Oder bleiben uns die Menschengesichter nur verborgen?
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